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/eindrücke, hintergrundinfos und bilder vom 5.Acampamento Intercontinental da Juventude aus Porto Alegre /
hier zu den übersetzten texten von der original-website des camps in porto alegre

Auf diesen Seiten lest ihr verschiedene Berichte, die zum Teil direkt vom Camp während des WSFs 2005 stammen. Seit Ende 2005 gibt es zu dem Thema auch eine geografische Diplomarbeit, die komplett als pdf verfügbar ist (Größe 12Mb): Offene Geografien, offene Räume: Das Acampamento Intercontinental da Juventude 2005. Experimentstadt auf der Suche nach neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Hier die Berichte von damals:

Oi, tudo bom? Wir, Timo und Jonathan, sind jetzt seit einigen Wochen hier vor Ort in Porto Alegre. Das Weltsozialforum ist für die meisten Leute in Europa mittlerweile zumindest ein Befriff, das Camp selbst, was in derselben Woche stattfinden wird jedoch noch fast gänzlich unbekannt. Das wollen wir zumindest, was den deutschsprachigen Raum betrifft, ändern!
Da hier so viele interessante Sachen parallel laufen und immer neue Dinge entstehen, stellen wir hier ständig aktuelle Berichte vom Camp vor Ort auf die Seite.

Im Gegensatz zu seinem grossen Bruder, dem Weltsozialforum, das mehr als Plattform für Organisationen konzuipiert ist, bietet das Camp als offener Prozess viel Potential und energiegeladene Dynamik und ist ein nachahmenswertes Experiment.
Die Idee und unsere Erlebnisse inmitten dieses Experiments wollen wir über die Grenzen von Porto Alegre und Brasilien hinaustragen. Die kommenden Wochen werden wir auf dieser kleinen Seite also laufend neues Material über die Geschehnisse hier ins Netz stellen, in der Hoffnng euch virtuell ein kleines Stück des Camps zukommen lassen zu können!

(Zu den Infos und Berichten kommt ihr über die linke Navigationsleiste)

Nur noch wenige Wochen sind es jetzt bis zur fünften Ausgabe des “Interkontinentalen Camps der Jugend”, das in der letzten Januarwoche in Porto Alegre in Brasilien stattfinden wird. Der Organisationsprozess läuft nun schon seit einigen Monaten und dieser Tage treffen auch schon die ersten Camper im Parque Harmonia am Ufer des Guaiba-Sees ein, um beim Aufbau des Camps mitzumachen.

Nachdem das Camp während des ersten Weltsozialforums im Jahr 2001 entstanden ist, entwickelte sich in den folgenden Jahren rasch eine Eigendynamik mit neuen Konzepten und auch die Teilnehmerzahl wuchs rasch bis auf über 20.000 TeilnehmerInnen in Porto Alegre 2003 und 3000 in Mumbai, Indien 2004.
Das Campprojekt als grosses Versuchslabor versucht verschiedene politische Diskurse zusammenzubringen und mit politischer Aktion in Form von convivencia (kollektives Zusammenleben) zu verknüpfen.
Das Camp mit wenigen Worten umschrieben ist Selbstverwaltung, Horizontalität, Vielfalt und kreativer Widerstand und in erster Linie ein grosses Experiment, das Alternativen zur kapitalistischen und neoliberalen Perspektivlosigkeit aufzeigen und erarbeiten will.
Der Begriff Jugend bezieht sich in diesem Zusammenhang auch mehr auf jugendliche Energie und die besondere Herangehensweise in der politischen Praxis als auf eine bestimmte Altersgruppe. Kurz gesagt: Das Camp steht Ende Januar allen Menschen, egal mit welchem sozialen, politischen oder kulturellen Hintergrund als Raum zum Leben, Mitmachen und Austauschen offen.
Hoffnung ist natürlich, dass sich die Effekte des Camps nicht auf den Ort Porto Alegre beschränken, sondern dass die Ideen und die Erfahrungen der Teilnehmer/innen aus vielen verschiedenen Ländern an vielen Orten zu neuen Prozessen, neuer Energie neuen Ideen führen. Abgesehen davon, dass sich im Camp viele Personen/Gruppen/Bewegungen treffenund vernetzen werden.